Benefizveranstaltung für ein Waisenheim in Indien

15.000 Euro “erjodelt”

Die „Psayrer mit Barbara“ und die „Alpenamigos“ erjodeln für indische Waisenkinder rund 15.000 Euro. Was am 4. Oktober in Rabland geschah, kann getrost unter die Kategorie multikulturelle, grenzüberschreitende Völkerverständigung eingereiht werden.

benefiz1Es war schon beeindruckend, was sich am 4. Oktober auf dem Betriebsgelände der Firma „Schreyögg“ in Rabland abspielte. Doris und Walter Stieger samt Team der Pizzeria Laterne, hatten zum Benefizabend geladen, dessen Reinerlös dem Waisenheim im indischen Cochin zugute kommen sollte, das von Nadja Tribus und deren Eltern Zita und Peter sowie der Journalistin Christine Losso aus Meran betreut wird. Nadja Tribus war vier Monate vor Ort und konnte die Situation genau kennen lernen, Peter und Zita Tribus indes sind im März 2005 mit 17.500 Euro nach Indien gereist, Geld, das aus einer anderen Spendenaktion gesammelt werden konnte. Zu guter Letzt ist Losso mit ihrer Freundin Inge Stecher im Mai nach Indien geflogen, um den Rest des vorläufig gesammelten Geldes zu überbringen.

benefiz2Nun hatte das Organisationsteam das Glück, ausgerechnet die Psayrer und Barbara für seine Idee zu gewinnen und alle, alle kamen. Nicht zuletzt war dies den Grand Prix Gewinnern der Volksmusik zu verdanken, die vor vielen Wochen schon spontan zugesagt hatten, unentgeltlich für die Waisenkinder aufzutreten. Kein Wunder, dass die Schreyögg- Halle denn auch brechend voll war, Firmenchef Peter Schreyögg konnte nicht umhin, als ein erstauntes „wahnsinnig“ auszurufen, als Schorsch vom „Puschtra Bluit“ endlich die „Alpenamigos“ aus dem Vinschgau ankündigte, die als Vorgruppe genauso kostenlos mitmachten, wie alle anderen freiwilligen Helfer.

benefiz3Familie Stieger, die seit Jahren volksmusikalische Abende in ihrer Pizzeria Laterne organisiert, hat sich zur Aufgabe gemacht, einmal im Jahr eine Benefizveranstaltung für einen guten Zweck zu organisieren. „Mir und meiner Familie geht es so gut, wir arbeiten viel, doch auch mit viel Erfolg und so empfinde ich es nur als logisch, auch einmal an all jene zu denken, denen es nicht so gut geht wie uns“, begründeten die Gastwirte ihre Entscheidung. So fand denn auch Stieger sofort Unterstützung von zahlreichen Vereinen des Dorfes und rund 30 Mitarbeitern, die allesamt gratis ihre Zeit und Arbeitskraft für das Projekt zur Verfügung stellten. Das Waisenhaus wird vorerst rund 26 Kindern Platz geben, und ist für Tsunamiopfer gleichfalls wir für andere Kinder der Umgebung gedacht, die ohne Eltern aufwachsen müssen. Projektträger ist der Orden der Franziskaner mit Koordinator Father Antony und Schwester Mary. Mit dem Geld kann es voraussichtlich im Jänner 2006 bereits eingeweiht werden, Familie, Tribus und Christine Losso werden erneut selbst hinfahren.

Überraschungen am laufenden Band

Der Abend selbst hatte viele Überraschungen zu bieten. Nicht nur, dass Auto Brenner Garage unter den Fittichen von Werner Albrecht mit der gesamten Führungsriege in Rabland erschien, nein, sie brachte auch noch einen niegelnagelneuen Siebensitzer von VW mit, mit dem die Psayrer nun auf Tournee gehen werden. Der Wagen wird der Gruppe für ein Jahr kostenlos zur Verfügung gestellt. Barbara, Klaus, Jonny und Peter sangen und spielten sodann als Dank neben „Berge im Feuer“ die nächste Überraschung: Ihren neuesten Hit: „Liebe braucht Zeit“ und der Saal kochte. „Auch für uns ist es eine logische Konsequenz, dass wir Gutes weitergeben, nachdem wir selbst so viel Gutes erfahren haben“, sagte der Psayrer-Macher Klaus Gurschler, der mit Frau Klara und Sohn David nach Rabland gekommen war.

Auch zahlreiche Prominenz wurde gesichtet. So trudelten nach und nach die Bürgermeister von Naturns, Andreas Heidegger, von Plaus, Arnold Schuler und von Partschins, Robert Schönweger ein, um ihre Anerkennung für die Initiative kundzutun. Doch auch der Unionsabgeordnete Robert Pöder, Pius Leitner und Uli Mair von den Freiheitlichen sowie zahlreiche weitere VIPs wurden gesichtet. Künstler, die Ihre Bilder für den Verkauf zur Verfügung gestellt hatten, wie etwa Sigrid Troyer, Peter Schwellensattl und Germana Fleischmann unterstützten mit ihrer Anwesenheit das Projekt ebenso.

Am Ende konnte aus dem Erlös des Glückstopfes, den freiwilligen Spenden, dem Verkauf der Bilder sowie aus den Überweisungen von weiteren Politikern und Personen, die an diesem Abend nicht die Zeit gefunden hatten zu erscheinen, wie etwa Martina Ladurner, Veronika Stirner, Richard Theiner, Florian Mussner und Landeshauptmann Luis Durnwalder, die sagenhafte Summe von 15.000 Euro gesammelt werden.

Die Veranstaltung wurden auch von den Privatsendern Radio Sonnenschein, Teleradio Vinschgau, Radio 2000 und Stadtradio Meran sowie Fotostudio 2000 unterstützt.

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